Sie befinden sich hier: Home > Schulabsolventen > Erfolgreich Bewerben > Nach dem Vorstellungsgespräch
Die erfolgreiche Bewerbung für Schulabsolventen
Nach dem Vorstellungsgespräch
Wenn hinter dir die Tür zugeht, atme erst einmal tief durch. Eigentlich hättest du dir jetzt eine Atempause verdient. Doch nutze besser die Zeit, um den Verlauf des Gesprächs konzentriert und systematisch auszuwerten.
Schreiben deine Eindrücke auf:
- Gesprächsklima:
- Wie verlief das Gespräch insgesamt?
- Welche Gesprächsphasen verliefen gut?
- Welchen Eindruck hast du deiner Meinung nach auf deine(n) Gesprächspartner gemacht?
- Hat sich die Atmosphäre im Verlauf des Gesprächs verändert? Wenn ja, weshalb?
- Gesprächsinhalte:
- Welche Fragen wurden dir gestellt?
- Wie überzeugend waren deine Antworten?
- Für welche Dinge zeigte man besonders Interesse?
- Welche Fragen waren für dich bei der Beantwortung eher schwierig und wie hast du darauf reagiert?
- Wie wurden deine Fragen beantwortet?
- Welche Punkte sind im Moment für dich noch offen?
- Kritik:
- Was ist nicht optimal gelaufen?
- Was hättest du besser machen können?
Diese Auswertung soll dazu beitragen, dass du in weiteren Vorstellungsgesprächen eventuell gemachte Fehler nicht wiederholst.
Das Nachfassschreiben
Wenn du unmittelbar nach deinem Vorstellungsgespräch das Gefühl hast, dass du in der engeren Bewerberauswahl bist, kannst du dich eventuell durch einen Nachfassbrief in Erinnerung bringen. Du kannst deine Motivation dadurch nochmals betonen.
Sollten während des Gesprächs irgendwelche Belege, Nachweise oder Bestätigungen angesprochen worden sein, die du jedoch nicht gleich vorlegen konntest, kannst du diese Informationen als Anlage des Nachfassschreibens senden.
Als Einstieg in ein derartiges Schreiben eignen sich einige Dankesworte "für das informative und interessante Gespräch" besonders gut. Darüber hinaus kannst du im Brief alle relevanten Informationen nachliefern, die bis jetzt - deiner Meinung nach - zu kurz gekommen sind.
Bekräftige abschließend deine Hoffnung / Freude auf ein weiteres Gespräch bzw. eine positive Entscheidung.
Dein Nachfassbrief sollte nicht länger als eine Seite sein - es soll der Eindruck vermieden werden, du wolltest das Gespräch zurücknehmen oder hättest hier grundsätzlich nicht alles gesagt oder etwas verschwiegen. Vermeide den Eindruck, du wolltest Druck machen oder um eine positive Entscheidung betteln, falls du wirklich etwas zu bieten hast.
Allerdings solltest du auf ein Nachfassschreiben verzichten, falls du keine Informationen mehr nachzureichen, oder dem Vorstellungsgespräch nichts mehr hinzuzufügen hast. Personalverantwortliche merken genau, wenn es sich um eine überflüssige Aktion handelt.
Warten auf eine Entscheidung
Ganz ohne Warten und Geduld geht es nicht. Idealerweise hast du zum Schluss des Vorstellungsgesprächs mit deinem/deinen Gesprächspartner/n geklärt, wie es weiter gehen soll, wie lange es in etwa dauern wird, bis dir eine Entscheidung mitgeteilt wird.
Falls du bis zum vereinbarten Termin nichts von dem Unternehmen hörst, solltest du "nachfassen", d.h., sich Erinnerung bringen, dein Interesse an der Position noch einmal bekunden. Nimm telefonisch Kontakt mit deinem Gesprächspartner auf, um dich ganz zwanglos - und ohne vorwurfsvollen Unterton - nach dem Stand des Bewerbungsverfahrens zu erkundigen - ob bereits eine Entscheidung getroffen wurde - und wenn nicht, wie lange es in etwas noch dauern wird.
Gehörte deine Bewerbung zu denen, die sofort ausgesiebt wurden, erhäst du die Unterlagen meist sehr schnell mit einer Standardabsage zurück. Gratuliert man dir zu einer persönlichen Einladung, so gehörst du zu den 4-8 Glücklichen, die in das engere Auswahlverfahren einbezogen wurden.
Auch eine Absage kann positiv ausgewertet werden
Nicht immer sind deine Wunschvorstellung und die Entscheidung des Unternehmens deckungsgleich. Wenn du dich intensiv bewirbst, wirst du feststellen, dass regelmäßig Absagen zur Arbeitssuche in jedem Fall einfach dazu gehören.
Natürlich ist es nicht sehr angenehm, jeden Tag neue Absagen zu erhalten. Jedoch solltest du dies nicht als Zeichen von persönlichem Versagen werten, sondern als Indiz dafür, dass der entsprechende Arbeitsplatz nicht zu dir gepasst hätte.
Hast du bereits ein oder mehrere Gespräche bei einem Unternehmen geführt oder hattest du ein besonders positives Gefühl, bevor du die Absage erhalten hast, solltest du versuchen der Sache auf den Grund zu gehen. Nimm Kontakt auf zu dem entsprechenden Gesprächspartner und erbitte Feedback zu deinem Ausscheiden aus dem Kandidatenpool, um zu erfahren welche Qualifikationen und Eigenschaften dir für die entsprechende Stelle fehlen.
Versuchen auf keinen Fall deinen Gesprächspartner umzustimmen und vermittele nicht den Eindruck, dass er sich für die erteilte Absage rechtfertigen soll.
Vielen Personalern fällt es schwer, konkrete Kritik in Worte zu fassen. Lass dich davon nicht abschrecken. Nur wer nachfragt, hat die Chance auf ein verwertbares Feedback.
Absage deinerseits
Eine Absage deinerseits solltest du nicht voreilig treffen. Nur wenn du dir hundertprozentig sicher bist, dass du in dem Unternehmen nicht arbeiten willst oder dass die Stelle doch nicht für dich geeignet ist, solltest du das deinem Gesprächspartner recht bald mitteilen.

